Am 13. Juli war es endlich so weit: Für die Klasse G8 ging es auf Klassenfahrt nach Hamburg. Für viele war es der erste längere gemeinsame Ausflug als Klasse – entsprechend groß war die Vorfreude. Mit Koffern, Rucksäcken und guter Stimmung machten wir uns morgens mit dem Zug von Karlsruhe auf den Weg in den hohen Norden. Nach einigen Stunden Fahrt (ob beim Quiz des Lebens oder eben per Schlaf) kamen wir in Hamburg an und bezogen zunächst unsere Unterkunft.
In den nächsten vier Tagen stand einiges auf unserem Programm. Und schnell wurde klar: Hamburg kann man nicht einfach in Ruhe „abarbeiten“ – dafür gibt es viel zu viel zu sehen.
Am Dienstag ging es zunächst zum Hamburger Hafen. Bei der Hafenrundfahrt konnten wir die Stadt vom Wasser aus kennenlernen. Vorbei an riesigen Schiffen, Hafenanlagen und den Landungsbrücken bekamen wir einen guten Eindruck davon, wie sehr Hamburg vom Hafen geprägt ist. Glücklicherweise wurde niemand seekrank!
Danach stand mit dem Miniatur Wunderland ein anderes Highlight auf dem Programm. Hier wurden nicht nur die Schülerinnen und Schüler fündig – auch für die begleitenden Lehrkräfte gab es jede Menge zu entdecken. Bei den vielen kleinen Szenen, Zügen, Fahrzeugen und Landschaften konnte man sich jedenfalls problemlos länger aufhalten.
Am Mittwoch wurde es dann etwas düsterer. Im Hamburg Dungeon ging es auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Stadt. Die rund 80 Minuten waren abwechslungsreich, manchmal ziemlich schaurig und vor allem eine Erfahrung, die bei vielen sicher noch eine Weile im Gedächtnis bleiben wird.
Natürlich wollten wir Hamburg aber nicht nur im Rahmen unserer gebuchten Programmpunkte kennenlernen. Es blieb auch Zeit, die Stadt selbst zu erkunden. Von der Shopping-Tour bishin zum Eis war in Kleingruppen alles dabei. Ein besonderer Secret-Spot war jedoch die Aussichtsplattform auf dem Mahnmal St. Nikolai. Der perfekte Aussichtspunkt, um Hamburg zu überblicken.
Was eine Klassenfahrt dabei besonders macht, merkt man oft gar nicht an den großen Programmpunkten. Es sind die vielen kleinen Situationen zwischendurch: gemeinsam unterwegs zu sein, das Stehlen einer Nase, das Erfinden einer neuen eigenen Sprache, das Talent unserer Navigatoren, das gemeinsame Lachen, sich zu einigen, wenn unterschiedliche Ideen aufeinandertreffen, und natürlich auch die eine oder andere Diskussion darüber, wo man als Nächstes hingeht. Zuletzt sind die abendlichen Werwolf-Spielerunden nicht vergessen, die so manchen zur Weißglut brachten. Genau solche Momente gehören für uns zu einer gelungenen Klassenfahrt dazu.
Nach vier Tagen hieß es dann leider schon wieder Koffer packen. Am Donnerstag traten wir die Rückfahrt nach Karlsruhe an.
Als Klassenleitungsteam haben wir die Tage vor allem als schöne Gelegenheit erlebt, die Klasse einmal außerhalb des normalen Schulalltags zu sehen. Schülerinnen und Schüler zeigen auf einer Klassenfahrt eben noch einmal ganz andere Seiten von sich. Gleichzeitig merkt man, wie eine Gruppe zusammenwächst, wenn man mehrere Tage gemeinsam unterwegs ist.
Am Ende waren wir uns vermutlich alle einig: Hamburg war eine Reise wert – und die vier Tage waren viel zu schnell vorbei.
Vielen Dank für die gemeinsame Zeit: Frau Zaman und Herr Funk
Maxim B.